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Informative Podiumsdiskussion zur OB-Wahl an der DBS

Pünktlich um 10 Uhr füllte sich am vergangenen Dienstag (14.4.) die neue Turnhalle der DBS und etwa 300 Schülerinnen und Schüler des gesamten Verbundes (Werkrealschule, Realschule, Gymnasium) der Jahrgänge 10, 11 und 12 nahmen auf den Bänken Platz, um fünf Kandidatinnen und Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl, die am 3. Mai stattfindet, persönlich kennenzulernen. Die weiteren Kandidaten konnten den Termin nicht wahrnehmen.
Vorbereitet hatte die reibungslos funktionierende Veranstaltung der Gemeinschaftskundelehrer Jan-Henrik Kramer mit vier Schülern des Gymnasiums, die auch die Moderation übernahmen (Mireille Tomaschütz, Elias Sammari, Annalena Seehaus und Simon Portuné).
In einer ersten Vorstellungsrunde hatten die Kandidaten die Möglichkeit, sich mit einem kurzen Statement vorzustellen. Carsten Labudda (50) machte deutlich, wie sehr ihm alle Themen der sozialen Frage am Herzen lägen, Marcel Fieger (29) möchte als Weststädtler (und ehemaliger DBSler) „Politik für Weinheiner von einem Weinheimer“ machen. Ähnlich äußerte sich der Kandidat Matthias Hördt (60). Michael Möslang (42) und Alexandra Kriegel (55) betonten in der Vorstellungsrunde vor allem ihre Kompetenzen in der Verwaltung, die sie mit Enthusiasmus in das Amt einbringen würden.
Entlang der Themen „Wohnen“, „Wirtschaft“, „Verkehr“ und „Jugend“ hatte die interessierte Schülerschaft dann spannende anderthalb Stunden die Möglichkeit, ihre Wahlentscheidung am 3. Mai zu treffen und die zentralen Felder kommunaler Politik näher kennenzulernen.
Wohnen
Kriegel erläuterte in diesem Zusammenhang den städtebaulichen Rahmenplan und die Möglichkeiten der „Innenverdichtung“. Labudda betonte vor allem die Aspekte des bezahlbaren Wohnens auf seiner Agenda. Den Schülern wurde verständlich vermittelt, was es mit einer „Grundsteuer C“ auf sich haben könnte, warum es konsequente Regeln zu Kurzvermietungen über Portale wie Airbnb geben sollte und warum er ein „Azubi-Wohnheim“ für eine gute Idee hält. Möslang erläuterte das „Karlsruher-Mietraum-Modell“, bei der die Stadt als Mieter eintrete und so Eigentümern gewisse Sicherheiten bei der Vermietung böte. Hördt plädierte für eine städtische Wohnungsbaugesellschaft und Fieger für eine schnellere Verwaltung bei potentiellen Bauvorhaben.
Wirtschaft
Fieger sieht die Notwendigkeit, den städtischen Verwaltungsapparat zu verschlanken und stärker auf KI zu setzen. Kriegel erläuterte ihre Visionen zum „Wirtschaftsstandort Weinheim“ in der Erfordernis eines klaren Standortprofils. Sie wolle Schulen und Wirtschaft noch mehr zusammenbringen, zukunftsträchtige Unternehmen ansiedeln und das Glasfasernetz weiter ausbauen. Hördt sprach sich als einziger gegen weitere großflächige Gewerbegebiete aus. Für Labudda ist eine wirtschaftliche Diversifizierung vorrangig. Möslang betonte in Richtung Berufsorientierung, dass die Stadt ein interessanter und sicherer Arbeitgeber sei.
Verkehr
Einigkeit bestand dann beim Thema Verkehr insofern, als dass alle Kandidatinnen und Kandidaten im Ausbau des Radverkehrsnetzes ein Ziel sehen, das es unbedingt weiter zu verfolgen gelte.
Jugend
Im letzten Themenblock kamen Aspekte zur Sprache, die Jugendliche direkt betreffen. Labudda sieht die dringende Notwendigkeit nicht-kommerzieller Orte für junge Menschen. Hördt möchte, sollte er ins Amt kommen, vor allem mit den Jugendlichen selbst ins Gespräch gehen und eine Bedarfsanalyse anstreben. Krieger sieht vor allem im Sport eine hervorragende Möglichkeit, die Freizeit als Jugendlicher aktiv zu gestalten. Sie möchte daher Kooperationen mit Sportvereinen ausbauen, sich aber auch für interessante kommerzielle Angebote für Jugendliche einsetzen, zum Beispiel im Bereich Gastronomie und Shopping. Auch Möslang möchte die Jugend einbinden, erläuterte bestehende Begegnungsmöglichkeiten in anderen Kommunen. Marcel Fieger hat auch die unsicheren Orte Weinheims im Blick, die er zum Besseren verändern möchte.
In einer Fragerunde hatten dann die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer die Möglichkeit, Fragen an die Kandidaten zu stellen und es wurde deutlich, wie rege das Interesse am eigenen Wohnort bzw. am Schulort ist und wie präzise sie ihre Wünsche formulieren können: Warum ist bei der Kerwe so früh Schluss?, Warum gibt es nicht mehr offene Veranstaltung, wie den „Night-Groove“?, Warum sind die städtischen Auflagen für den Schultriathlon so hoch?, Wie können Bauvorhaben an Sportanlagen beschleunigt werden? Das waren einige der Fragen, die die Schüler an die Kandidaten richteten.
Die Rückmeldungen der DBSler waren nach der Veranstaltung überaus positiv und viele meldeten ihren Lehrkräften zurück, dass sie nach der Veranstaltung Klarheit über ihre Wahlentscheidung bekommen hätten. Nicht zuletzt lieferten die zwei besonderen Schulstunden ein Verständnis für demokratische Prozesse und das hohe Gut unserer Demokratie.
Bild: Schüler stellen Fragen an fünf OB-Kandidaten
erstellt am:

22.04.2026


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